Oskar Keller

Oskar Keller (1894-1968) stammte aus Heilbronn und war Kunstmaler in Stuttgart. Dem Maler werden im Kunsthandel unzählige Bilder zugeschrieben, die mit „Keller“ oder „O. Keller“ signiert sind.

Leben

Geboren am 18. Juli 1894 als Sohn des Zollamtsassistenten Albert Keller. Die Familie lebte in der Mönchseestraße 70 in Heilbronn.1

Über seine schulische Bildung, einen eventuellen Militärdienst im Ersten Weltkrieg und eine akademische Ausbildung ist uns derzeit noch nichts bekannt.

1921 zeigte er in der Ausstellung des Württembergischen Kunstvereins neben Landschaften auch Stillleben.2 Auch 1926 nahm er an der Ausstellung des Kunstvereins teil.3 1929 nahm er an der Frühjahrsschau des Stuttgarter Künstlerbundes teil.4 Ebenso 1930.5 Bei der Weihnachtsausstellung 1930 des Kunstvereins zeigte er eine herbstliche Ansicht des Stuttgarter Schlosses.6 1931 war er mit vier Landschaftsbildern („die beiden Rechbergbilder, Im Rottal, Waldweg II“) bei der Septemberschau des Württembergischen Kunstvereins vertreten.7 Die Presse urteilte: „Kellers Talent liegt in der Zeichnung. Das Malerische kommt bei ihm erst nach dem Zeichnen. Seine größeren Landschaften offenbaren diesen Mangel deutlich. Die impressionistische Technik des Rechbergbildes reicht nicht aus, um eine Gesamtanschauung zu entwickeln. Die harte Farbgebung der Grünstufungen gegen das Rot der Häuser und das kalte Blau des Himmels ist nicht abgestimmt. Dagegen sind kleine studienhafte Bilder, wie der Waldweg, ausgezeichnet gelungen. Darin liegt befreite Stimmung. Kellers Aquarelle gefallen.“8

Im Stuttgarter Kunsthandel lassen sich bei den Auktionen von Paul Hartmann & Otto Greiner im Jahr 1930 diverse Bilder des Malers nachweisen: Nelken in Glasvase, Sommerlandschaft, Partie aus Künzelsau, Wiesental, Altes Dörfchen am Kocher.9

Im Handbuch des Kunstmarktes 1926 erscheint Keller als Maler und Zeichenlehrer in der Paulusstraße 14 in Stuttgart,10 wo er auch in den Adressbüchern der Jare 1930 bis 1940 gelistet ist.11 Im Stuttgarter Adressbuch von 1941 erscheint er nicht mehr.

Er starb am 4. März 1968.12

Einzelnachweise

  1. Adressbuch Heilbronn 1895, S. 329.
  2. Schwäbischer Merkur, 10. Januar 1921.
  3. Schwäbischer Merkur, 25. März 1926.
  4. Schwäbischer Merkur, 19. April 1929, S. 6-7.
  5. Schwäbischer Merkur, 30. April 1930, S. 11.
  6. Der Bildereinrahmer und Vergolder, Jg. 16, 1930, Nr. 24 (25. Dezember 1930), S. 356.
  7. Schwäbischer Merkur, 16. September 1931, S. 6.
  8. Schwäbische Tagwacht, 2. September 1931.
  9. Paul Hartmann & Otto Greiner, Stuttgart, 25. Februar 1930, Lot 43-47.
  10. Handbuch des Kunstmarktes, Berlin 1926,  S. 689.
  11. Adressbuch Stuttgart 1940, S. II 307.
  12. Lebensdaten nach Stadtarchiv Heilbronn, ZS-15988.