Arthur Schroeter (1908-1951) war Maler und Illustrator. Er lebte vor und während dem Zweiten Weltkrieg in Stuttgart-Vaihingen und später in Herrsching am Ammersee. Sein Hauptwerk ist die mehrere Jahre dauernde Illustration der „Mario“-Trilogie des Autoren Waldemar Bonsels.
Leben
Er wurde am 8. Januar 1908 in Kiel als Sohn des Marinelehrers Artur Schroeter geboren.1 Er war verwandt mit Syndikus Reinhold Feuerherdt, der zeitweise Geschäftsführer des Mitteldeutschen Arbeitgeberverbandes war. Feuerherdt war immer wieder eine Anlaufstelle für Schroeter. 1927 hielt sich Schroeter bei Feuerherdt in Magdeburg auf,2 1943 bei Feuerherdt in Herrsching am Ammersee.3
Spätestens ab 1930 lebte er mit seinen Eltern in Vaihingen auf den Fildern,4 wo er als Maler und Gebrauchsgrafiker tätig war. Vaihingen wurde 1942 nach Stuttgart eingemeindet. Im März 1943 wurden Atelier und Wohnung des Malers bei Luftangriffen schwer beschädigt, konnten aber wieder nutzbar gemacht werden. In der Nacht von 15. auf 16. März 1944 wurde die Vaihinger Behausung bei einem weiteren Luftangriff schließlich völlig zerstört, woraufhin der Maler notdürftig bei Syndikus Feuerherdt in der Fischergasse 10 in Herrsching unterkam., wo er ab 7. August 1944 gemeldet war. In einem späteren Brief an Bonsels bezeichnete er die Unterkunft in Herrsching als „zugigen Zigeunerwagen“.
Der Maler blieb ledig und lebte sowohl in Stuttgart als auch in Herrsching mit seiner Mutter.
Prägend für seine ganze nachweisbare Schaffenszeit ab den 1920er Jahren bis zu seinem Tod war die Zusammenarbeit mit dem Autor Waldemar Bonsels (1880-1952). Nachdem er 1927 Scherenschnitte nach Episoden aus Bonsels‘ „Biene Maja“ gefertigt hatte, die 1930 als Kunstmappe publiziert wurden, folgten in den 1940er Jahren Illustrationen und Titelbilder für Bonsels‘ „Mario“-Bücher, die ab 1948 in mehreren Ausgaben mit Schroeters Illustrationen erschienen.
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg gab Schroeter in seinem eigenen Verlag in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Wilhelm auch einige anspruchslose Kinderbücher heraus.
Der Illustrator war herzkrank und litt an einem schweren Schilddrüsenleiden, weswegen er sich in den Nachkriegsjahren mehrfach zu längeren Kuraufenthalten in der Schweiz aufhielt, wo Landschaftsbilder und Kinderporträts entstanden.
Er starb wahrscheinlich am 7. April 1951 im Krankenhaus in Seefeld.5 Da auch Waldemar Bonsels bereits 1952 verstarb, blieben Schroeters Titelentwürfe für Bonsels‘ Bücher „Der Panther-Pfad“ (erschien unter dem Titel „Mortimer“) und „Dositos“ (erschien unter dem Titel „Das vergessene Licht“) sowie Textillustrationen für „Anjekind“ ungedruckt.
Werk in der Kunstsammlung Schmelzle

Weitere nachweisbare Gemälde

Buchillustrationen
- Scherenschnitte zu Waldemar Bonsels‘ Biene Maja (Suhrkamp, Stuttgart 1930)
- Blumenfreunde (Franck’sche Verlangshandlung, Stuttgart ca. 1934)
- Waldemar Bonsels: Mario und die Tiere (mehrere Ausgaben ab 1948)
- Vom Ei, das so gerne ein Osterei sein wollte (Eigenverlag, München ca. 1948)
- Das lustige Oster-Malbuch (Eigenverlag, 1949)




Einzelnachweise
- Wir danken Archivleiterin Dr. Friederike Heller vom Gemeindearchiv Herrsching für freundliche Auskünfte zu Arthur Schroeter aus der Meldekartei der Gemeinde, Oktober 2026. Demnach wurde er 8. Januar 1908 in Kiel geboren, zog am 7. August 1944 in die Fischergasse 10 (Vermieter: Feuerherdt). Am 7. April 1951 ist in der Meldekartei sein Wegzug nach Seefeld vermerkt. Vermutlich ist damit sein Tod im dortigen Krankenhaus gemeint.
- Absenderadresse auf einem Brief an Waldemar Bonsels: Magdeburg, Kölner Nr. 14 II.
- Schriftwechsel mit Waldemar Bonsels, Digitalisat.
- Das Adressbuch von Vaihingen 1938 listet einen „Schröter, Artur, Marinelehrer a.D.“ in der Uhlandstraße 18, die auch der Maler in der Korrespondenz mit Bonsels als Adresse angab.
- Vgl. die Anmerkung zu seinem Geburtsdatum.